Hallo, mein Name ist Ward Roef. Ich bin fasziniert von antifragilen Gewohnheiten — kleinen, konsequenten täglichen Handlungen, die mit der Zeit stärker werden. Hier ist der Weg, der mich dorthin geführt hat.
Warum habe ich vor mehr als 10 Jahren überhaupt damit begonnen? Meine Geschichte beginnt im September 2015, mit einem Flug in die USA, um ein großes Projekt beim Hersteller zu testen. Es ging um eine bedeutende Lieferung mit einem neuen Display-Typ, und ich wollte die Tests im Werk persönlich begleiten. Ich lieferte zwei große Full-Color-LED Displays an eine neue Automobilfabrik und arbeitete zudem an zwei großen LED Displays für Mercedes auf einem Sprinter.
Nach einer Woche in den USA, produktiven Meetings beim Hersteller und allen Tests flog ich zurück nach Belgien. Ich hatte eine Art Economy Plus gebucht, keine Business Class, aber ein Standardticket mit etwas mehr Komfort, um am Laptop zu arbeiten. Der Sitz neben mir war leer, was zunächst seltsam wirkte. Dann gab es vorne im Flugzeug Aufregung, und eine Flugbegleiterin suchte freie Plätze. Sie teilte mir mit, dass jemand neben mir Platz nehmen würde, eine sehr große Person mit über 150 kg landete auf dem Sitz neben mir. Sie passte nicht bequem in den Sitz, was den 10-stündigen Flug für uns beide unangenehm machte. Die Erfahrung war so belastend, dass ich später eine Beschwerde einreichte, mit dem Vorschlag, dass Personen, die nicht bequem in einen Sitz passen, zwei Sitze kaufen sollten, zur Bequemlichkeit aller.
Damals wog ich selbst 105 kg, obwohl ich in jungen Jahren immer schlank war. Ich hatte bereits ein paar gesunde Veränderungen vorgenommen, keine Limonaden und Energydrinks mehr, doch mein Gewicht stieg weiter. Dieser unangenehme Flug war ein Weckruf. Bei jedem Blick in den Spiegel war ich frustriert; ich hielt es für unmöglich, zu meinem früheren Gewicht zurückzukehren. Doch zu meinem 50. Geburtstag wurde mir klar: So weiter wollte ich nicht. Ich wollte mich verändern, nicht nur körperlich, sondern für mein gesamtes Wohlbefinden.
Ich startete einen umfassenden Plan, zunächst in Absprache mit meinem Arzt, um sicher vorzugehen. Trotz seiner Skepsis verlor ich innerhalb eines Monats zehn Kilo, eine Überraschung für uns beide. Drei Monate später lag ich bei 75 kg. Doch ich wusste: Schocktherapie ist nicht nachhaltig. Diesen gesünderen Lebensstil zu halten, brauchte eine Methode auf Basis von Gewohnheiten, die gesunde Ernährung und Bewegung automatisiert, ebenso wie andere Lebensbereiche (Sicherheit, Lernen, Kommunikation, Finanzen).
Heute, mehr als 10 Jahre später, wiege ich noch immer rund 75 kg. Ich möchte anderen helfen, eine Methode auf Basis von Gewohnheiten zu entwickeln, die gesunde Entscheidungen in Ernährung, Bewegung und anderen Lebensbereichen automatisiert.